für Eltern & Kinder
Mehr Sicherheit für Kinder im Verkehr - So könnt ihr euch dafür stark machen
Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet, da sie Geräusche, Entfernungen und Risiken anders wahrnehmen als Erwachsene. Gleichzeitig bietet der Straßenraum Kindern immer weniger Platz zum Spielen und zum unbeschwerten Austoben. Umso wichtiger sind Erwachsene, die wissen, wie sie Kinder altersgerecht begleiten und ihnen Sicherheit im Straßenverkehr vermitteln können. Wie ihr euch für dieses wichtige Anliegen engagieren könnt, erfahrt ihr im Artikel!
Bezahlte Partnerschaft mit Deutscher Verkehrssicherheitsrat
Auf einen Blick:
1. Was ist "Kind und Verkehr"
2. Ein Ehrenamt für mehr Verkehrssicherheit: Die Rolle der Moderierenden
3. So könnt ihr euch engagieren
Was ist „Kind und Verkehr“?
Wir alle sind Teilnehmende am Straßenverkehr, und Verkehrssicherheit begleitet uns ein Leben lang. Umso wichtiger ist es, Kinder so früh wie möglich für einen sicheren Umgang im Straßenverkehr zu sensibilisieren und diesen gemeinsam mit erwachsenen Vorbildern einzuüben.
Das Programm „Kind und Verkehr“ wird vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) gemeinsam mit Partnerverbänden umgesetzt und hat das Ziel, die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr zu verbessern. Es richtet sich in erster Linie an Eltern und andere Bezugspersonen von Kindern im Vorschulalter. Zudem qualifiziert das Programm Interessierte zu Moderator*innen, die Veranstaltungen zur Verkehrssicherheit durchführen und anschaulich vermitteln, wie Kinder den Straßenverkehr wahrnehmen und erleben.
In Elternabenden, Informationsveranstaltungen sowie Aktionen in Kitas und Familienzentren erhalten Erwachsene konkrete Anregungen, wie sie ihren Kindern Schritt für Schritt sicheres Verhalten im Straßenverkehr beibringen können – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder im Auto.
Mögliche Inhalte der Veranstaltungen können z.B. sein:
- Wie Kinder Entfernungen, Geschwindigkeiten und Geräusche wahrnehmen
- Potentielle Gefahren identifizieren und gemeinsam mit Kindern Strategien entwickeln, um diese zu vermeiden
- Sicherer Schulweg und gemeinsame Verkehrserkundungen
- Richtiges Verhalten an Ampeln, Zebrastreifen und Einfahrten
- Sicherung im Auto: Kindersitze, Gurtführung, typische Fehler
Ein Ehrenamt für mehr Verkehrssicherheit: Die Rolle der Moderierenden
Herzstück des Programms “Kind und Verkehr” sind die ehrenamtlichen Moderator*innen. Sie leiten vor Ort Veranstaltungen, Gesprächsrunden und Workshops zur Verkehrssicherheit, z.B. in Kitas, Familienzentren, Schulen oder bei Verkehrs- und Elterninitiativen. Dabei vermitteln sie keine trockene Theorie, sondern praxisnahe Tipps, Erfahrungsberichte und alltagstaugliche Übungen.
Typische Aufgaben der Moderator*innen:
- Elternabende moderieren und Fragen beantworten
- Mit Eltern und Kindern Verkehrssituationen „durchspielen“
- Materialien und Übungen vorstellen (z.B. Beobachtungsaufgaben auf dem Weg zur Kita)
- Unsicherheiten nehmen und gute Routinen im Alltag fördern
Wer sich engagieren möchte und Mitglied in einem der umsetzenden Verbände (DVW, ADAC, VCD, ACE, ARCD, BVF ) ist, wird vom DVR in dreitägigen kostenfreien Seminaren ausgebildet. Die Ausbildungsseminare finden normalerweise in Berlin statt. In diesen Seminaren lernen die angehenden Moderator*innen:
- Grundlagen der Verkehrssicherheitsarbeit für und mit Kindern
- Entwicklungspsychologie und kindliche Wahrnehmung im Straßenverkehr
- Methoden der Moderation, Gesprächsführung und Gruppenarbeit
- Wie man Veranstaltungen zur Verkehrssicherheit plant, organisiert und effizient durchführt
- Die Seminare finden in der Regel in Seminarhotels statt und verbinden Fachinput mit vielen praktischen Übungen. Die Teilnahme ist kostenlos, Reisekosten und Unterkunft werden je nach Programm oft übernommen oder bezuschusst.
Für wen eignet sich das Ehrenamt?
Das Ehrenamt eignet sich besonders gut für Menschen, die gerne mit Erwachsenen und Kindern arbeiten und sich für sichere Mobilität und Verkehrssicherheit interessieren. Die angehenden Moderator*innen sollten Freude daran haben, Wissen weiterzugeben und Gruppen anzuleiten.
Vorkenntnisse im pädagogischen Bereich sind hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung. Wichtig sind vor allem Offenheit, Kommunikationsfreude, die Bereitschaft, sich einzuarbeiten sowie eine gewisse zeitliche Flexibilität, z.B. neben Beruf, Studium oder Ruhestand.
Unterstützung und Aufwandsentschädigung
Moderator*innen arbeiten im Namen von Partnerverbänden wie z.B. Verkehrs- und Automobilclubs oder Verkehrswachten. Bereits vor der Ausbildung schließen sie sich einem dieser Umsetzerverbände an. Für jede durchgeführte Veranstaltung gibt es eine Aufwandsentschädigung, sodass Fahrtkosten, Material und Zeitaufwand ausgeglichen werden.
So könnt ihr euch engagieren
Das Programm sucht fortlaufend engagierte Personen, die Interesse haben, dieses Ehrenamt auszuführen. Falls ihr Interesse daran habt, euch ehrenamtlich für das Thema Verkehrssicherheit zu engagieren, dann könnt ihr euch auf der Webseite des Deutschen Verkehrssicherheitsrates über die Ausbildung informieren.
Anschließend müsst ihr Kontakt zu einem der genannten Partnerverbände aufnehmen und könnt euch so für ein Ausbildungsseminar vormerken lassen. Mögliche Partnerverbände sind z.B. Deutsche Verkehrswacht, Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V. (ADAC), VCD Verkehrsclub Deutschland e.V., ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V., Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e. V.
Teilt die Informationen rund um das Ehrenamt gerne in euren Familien- und Freundeskreis! Je mehr Menschen sich für die Verkehrssicherheit engagieren, desto sicherer können wir unsere Kids durch die Risiken des Straßenverkehrs bringen. Vielen Dank für euer Engagement!
Über den Deutschen Verkehrssicherheitsrat
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat ist ein bundesweiter Verein, der sich seit 1969 dafür einsetzt, den Straßenverkehr für alle sicherer zu machen. Er bündelt die Expertise von rund 200 Mitgliedsorganisationen und gemeinsam werden Konzepte, Programme und Empfehlungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit entwickelt.
Leitbild des DVR ist die „Vision Zero“: Niemand soll im Straßenverkehr getötet oder schwer verletzt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet der DVR an vielen Stellschrauben gleichzeitig, etwa an sicherer Infrastruktur, moderner Fahrzeugtechnik, wirksamen Gesetzen und Kontrollen sowie an Aufklärungskampagnen und Trainings für Verkehrsteilnehmende jeden Alters – vom Kitakind bis zu Senior*innen.
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