Malkastenpark, auch Jacobigarten genannt, ist ein kleiner historischer Privatpark des Künstlervereins Malkasten in Düsseldorf, der gegen eine Gebühr von 2 Euro für jede*n zugänglich ist.
Der knapp drei Hektar große Park liegt im Zentrum Düsseldorfs, direkt neben dem Hofgarten. Herzstück der Anlage ist eine zentrale barocke Achse mit Allee, Parterre und Venusteich sowie naturnahe, landschaftliche Bereiche mit dem Bachlauf der nördlichen Düssel.
Der Malkastenpark (auch Jacobigarten) ist ein kleiner Privatpark des Künstlervereins Malkasten in Düsseldorf. Er steht seit 2001 unter Denkmalschutz.
Lage und Anlage:
Im Zentrum Düsseldorfs, direkt neben dem Hofgarten, liegt der knapp drei Hektar große Park. Er nimmt den Raum zwischen Malkastenstraße, Jacobistraße, Pempelforter Straße und Louise-Dumont-Straße ein. Der Eingang zum kostenpflichtigen Park befindet sich am Malkasten-Haus.
Herzstück der Anlage ist eine zentrale barocke Achse mit Allee, Parterre und Venusteich, im Weiteren bestehen naturnahe, landschaftliche Bereiche mit dem Bachlauf der nördlichen Düssel.
Geschichte:
In der Nähe von Schloss Jägerhof lagen im 18. Jahrhundert inmitten von Gärten auch einige Landhäuser, von denen das Haus der Gebrüder Jacobi, als traditionsreiche Begegnungsstätte für Künstler und Philosophen, einen bedeutenden Ruf besaß. Kommerzienrat und Kaufmann Johann Konrad Jacobi (1715–1788) erwarb 1742 ein kleines Gut in Pempelfort und ließ dort einen Barockgarten mit Parterre und Allee anlegen. Sein Sohn Friedrich Heinrich Jacobi formte die barocke Anlage in den 1770er Jahren zu einem Kunstgarten im landschaftlichen Stil um. Neben der erhaltenen Allee entstanden fünf Bereiche mit Obstbaumhainen, verschlungenen Wegen, die mehrfach die Düssel querten, und ein Teich. Einbezogen wurden die verschiedenen gärtnerisch-landwirtschaftlich genutzten Gebäude. Bei dem Jacobigarten handelte es sich wohl um das älteste Beispiel eines Landschaftsgartens im englischen Stil im engeren Düsseldorfer Raum. Jacobi unterhielt für viele Jahre gemeinsam mit seiner Ehefrau Betty einen Treffpunkt literarisch und politisch Interessierter und empfing in seinem Garten unter anderem Johann Wolfgang von Goethe und Wilhelm von Humboldt.
Der Künstlerverein Malkasten, gegründet 1848, erwarb das Jacobi-Gut und rettete den Jacobigarten vor der Bebauung durch die Stadt. Seit 1855 befanden sich das Jacobihaus und Jacobigarten im Eigentum von Friedrich Wilhelm Julius Brewer, dem General-Direktor der Düsseldorfer Gasanstalt, der das Grundstück von den Erben der Familie Jacobi erworben hatte. Brewer wollte es als Bauland verkaufen. Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Ludwig Hammers rief die Düsseldorfer Künstler dazu auf, sich um den Ankauf und die Rettung „des denkwürdigen Ortes deutscher klassischer Literatur zu bemühen“. Der Düsseldorfer Notar Joseph Euler, ein Gründungsmitglied des Malkastens, und der Regierungspräsident Leo von Massenbach schalteten sich in die Bemühungen ein, indem sie das „Corporationsrecht“ für den Malkasten herbeiführten, das dem Künstlerverein schließlich den Rechtsweg zum Erwerb des Grundbesitzes eröffnete. Bereits am 17. September 1857 hatten der Landschaftsmaler Andreas Achenbach und der Industrie-Lobbyist Alexander von Sybel den Jacobi’schen Garten „mit Wohngebäuden, Remisen, Stallungen, Scheune, Schuppen, Parkanlage mit Orangeriehaus, Weier, Gemüse- und Obstgarten insgesamt 11 Morgen 117 Ruthen für 22.000 Thaler“ mit der Absicht der späteren Übereignung an den Malkasten gekauft bzw. vorfinanziert. Letztendlich finanziert wurde der Kauf dann durch eine weltweite Bilderlotterie, zu der Künstler der Düsseldorfer Malerschule mit ihren Werken beitrugen. Die Geldsumme wurde auf 55.000 Taler erhöht, für die neue Gartengestaltung und zum Bau des neuen Fest- und Gesellschaftshauses. Um die Umgestaltung im damals neuen englischen Gartenstil kümmerte sich der königlicher Hofgartendirektor Joseph Clemens Weyhe. Am 14. Juli 1860 zog der Malkasten feierlich in den Garten ein.
Malkastenpark
Von Pawel aus Düsseldorf
am 23. Februar 2026